Haustier

Diese Hunderassen sind für Familien geeignet: Familienhunde für Anfänger

Hunde sind eine echte Bereicherung für die Familie. Doch nicht jede Hunderasse ist familientauglich. Wir geben Entscheidungshilfen für Familien und Anfänger.

„Mama, ich wünsche mir einen Hund!“ Diesen Satz haben Sie mit Sicherheit auch schon einmal gehört. Kinder lieben Hunde. Sie sind viel mehr als nur ein Haustier, sie sind Seelentröster, Spielgefährte und Kumpel zum Kuscheln zugleich.

Warum Familienhunde guttun

Durch einen Familienhund fördern Sie besonders die sozialen Fähigkeiten Ihres Kindes: Das seelische Gleichgewicht wird nachweislich unterstützt, mit Stresssituationen kann es gelassener umgehen, wird selbstständiger, verantwortungs- und pflichtbewusster. Dieses Prinzip macht in den letzten Jahren im wahrsten Sinne des Wortes Schule, denn viele Lehreinrichtungen unterstützen diesen positiven Effekt durch Schulhunde. Schon die reine Anwesenheit der Tiere wirkt beruhigend, angstlösend und der Lärmpegel sinkt deutlich. Wenn Sie sich für einen Familienhund entschließen, aber unsicher sind, welche Hunderasse es werden soll, haben wir konkrete Entscheidungshilfen für Sie.

Hunderassen für Anfänger: So finden Sie den passenden Hund

Nicht jede Hunderasse ist für Anfänger ideal. Das kann unterschiedliche Gründe haben: Für einige Hunderassen ist der zeitliche Aufwand sehr hoch, da die Tiere ständig gefordert werden müssen. Andere Rassen haben einen großen Schutztrieb entwickelt, der nicht viel Platz für Besucher lässt. 

Diese Hunderassen sind für Anfänger geeignet:

Golden Retriever sind außerordentlich freundlich, liebenswert und ausgeglichen. Sie sollten allerdings keine Hundehaarallergie haben.

  • Golden Retriever sind außerordentlich freundlich, liebenswert und ausgeglichen. Sie sollten allerdings keine Hundehaarallergie haben.
  • Pudel gibt es in vielen Größen – sie sind intelligent, zuverlässig und freuen sich, wenn sich Herrchen oder Frauchen freut. Bingo!
  • „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“. Schon Loriot war vernarrt in die süße Hunderasse – sie sehen drollig aus, sind ausgeglichen und fröhlich.
  • Sehr beliebt bei Anfängern ist der Labrador, denn er ist freundlich, verspielt und schmust gerne. Auch lässt er kein Stöckchenwerfen oder Bad im See aus.
  • Eine Kreuzung aus Labrador und Pudel nennt sich Labradoodle und vereint die positiven Eigenschaften der beiden Hunderassen: smart, gelehrig und anhänglich. Und: Er haart nicht, damit ist er eine echte Alternative für Allergiker.
  • Besonders ausdauernd, sanftmütig und temperamentvoll ist der Bichon Frisé. Seine schnelle Auffassungsgabe macht ihn zu einem optimalen Anfängerhund.

Diese Hunderassen sollten Sie als Anfänger meiden:

  • Hunderassen mit ausgeprägtem Jagdinstinkt, die einer konsequenten Erziehung bedürfen, zum Beispiel Schnauzer, Pinscher, Setter, Dackel, Münsterländer, Deutsch Kurzhaar, Pointer, Weimaraner
  • Wach-, Schutz- und Hütehunde, die besonders das Grundstück und somit auch Sie beschützen wollen und dabei übers Ziel hinausschnappen können. Das sind zum Beispiel Schäferhund, Dobermann, Rottweiler, Border Collie, Kangal.
  • Große Hunderassen, die im Zweifel stärker sind und sich losreißen können, wie zum Beispiel Dogge, Rhodesian Ridgeback, Malamute, Riesenschnauzer.

Grundsätzlich gilt: Den perfekten Anfängerhund gibt es nicht
Viel wird von Ihnen und den (erwachsenen!) Familienmitgliedern abhängen. Denn egal, für welche Hunderasse Sie sich entscheiden, die Erziehung ist das A und O. Nehmen Sie sich Zeit dafür und besuchen Sie mit Ihrem Hund eine Hundeschule. Dort lernen Sie und Ihr Hund am meisten – unter anderem auch, wie Hunde „sprechen“

Hunderassen: Welcher Hund passt zu Ihrer Familie? 

Stellen Sie sich vor, Sie würden Ihren Familienhund in einer Stellenausschreibung beschreiben. Welche Attribute sollte der passende Bewerber (m/w) nach Möglichkeit mit sich bringen? Belastbar, ausgeglichen, verschmust, verspielt, kinderlieb und friedfertig? Die Hunderasse Ihres Familienhundes sollte zu Ihrem Lebensstil passen. Wenn Sie eher zur gemütlichen Truppe gehören, ist ein sehr agiler Hund keine gute Option. Das gilt natürlich auch für den umgekehrten Fall. 

Familienhunde: Kleine Kinder, kleine Hunde? 

Eine klare Empfehlung dafür gibt es nicht. Wählen Sie eine Hunderasse, die nicht täglich ausgelastet werden muss, in schwierigen Situationen auch einmal zurückstecken kann und nicht besonders lärmempfindlich ist. Ein ruhiges Grundgemüt haben beispielsweise Neufundländer, Mops, Berner Sennenhund oder Malteser. Nichtsdestotrotz sollten Kleinkinder mit Hunden nie alleine gelassen werden.

Familienhunde: Größere Kinder fördern durch mehr Verantwortung 

Größere Kinder haben großen Spaß im Umgang mit einem Hund und lernen so selbst Verantwortung zu übernehmen. Binden Sie Ihr Kind in die Führung des Hundes aktiv mit ein und trauen Sie ihm das Anleiten auch alleine zu. Die richtige Hunderasse für ältere Kinder sind Dalmatiner, Boxer, Labrador, Pudel oder Irish Setter.

Hunderassen – grundlegende Überlegungen

Bei der Anschaffung eines Hundes sollten Sie weitere Aspekte genauestens beleuchten: 

  • Kosten: Listen Sie einmal die monatlichen Kosten auf, um zu sehen, was im Durchschnitt auf Sie zukommt (Hundesteuer, Kosten für Fressen, Tierarzt, Grundausstattung etc.).
  • Hündin oder Rüde: Das Geschlecht sollten Sie ebenfalls bei Ihrer Auswahl bedenken. Männchen gelten eher als willensstark und selbstbewusst, Weibchen als anschmiegsamer. Das kann natürlich je nach Tier variieren.
  • Welpe oder Hund aus dem Tierheim: Welpen sind intensiver in der Pflege, werden aber auch direkt in der Familie sozialisiert. Ausgewachsene Hunde aus dem Tierheim können Eigenarten entwickelt haben, die nicht so leicht abtrainiert werden können.